Freitag, 21. April 2017

BIERBRAUER-BROT MIT TRESTER

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Als ich zum erstenmal von einem Brot mit Trester - Überbleibsel vom Bierbrauen - hörte, war ich fasziniert.

Wie interessant! Aber wie, um Himmels Willen, konnte man an verbrauchtes Malz herankommen, wenn man nicht in einer Brauerei arbeitete? Ich fragte bei unseren beiden örtlichen Mikrobrauereien an, ob sie mir eine kleine Menge ihres Tresters überlassen könnten.

Die ernüchternde Antwort: der Trester geht vor die Hunde Säue. Alles wird an Schweine verfüttert - leider!

Also gab ich die Idee erstmal auf. Vor zwei Jahren fand ich dann aber einen Groupon für ein kleines Brauzubehör-Paket zum Schnäppchenpreis. Als Bierfan und neugieriger Mensch, bestellte ich es - aber dann landete der sperrige Karton im Keller, neben anderem dem Hummertopf und anderem, selten benutztem Küchenzubehör.

Es lebt! Mein Bier blubbert vor sich hin
Der beste aller Ehemänner braucht ab und zu seine Einsamkeit, um Gitarre zu spielen und seine Kompositionen aufzunehmen.

Mir selbst überlassen, holte ich das Braupaket und den Hummertopf (genau die richtige Grösse für das Malz) aus der Versenkung, und machte, mit Thermometer bewaffnet, einen Rundgang durchs Haus.

Unser Gästezimmerschrank erwies sich als ideale Umgebung zur Biergärung: kühl, aber nicht kalt, Und dunkel.

Als ich die Packungen mit gemälzter Gerste betrachtete, kam mir die Erleuchtung: hier war nicht nur die Basis für meinen ersten Bierbrauversuch, sondern endlich auch die Quelle für Trester.

In Gedanken sah ich uns mein ureigenes Pale Ale trinken, und dazu ein Brot aus recyceltem Trester essen.

Ob das Bier trinkbar ist oder nicht, weiss ich noch nicht. Sein Vorläufer blubbert in Gesellschaft unserer Winterstiefel noch leise im Schrank vor sich hin.

Viele meiner Brotschöpfungen basieren auf Porridge-Broten à la Tartine, die ich mir aus allen möglichen Körner/Nuss/Saaten-Kombinationen zusammenbastele, wie z.B. dem eichhörnchenfreundlichen Eichelbrot.

In meinem Bierbrauer-Brot habe ich, neben Vollkornweizen, eine gute Menge Trester verarbeitet. Es ist ein sehr wohlschmeckender, herzhafter Laib darausgeworden - die frischgebackene Brauerin und ihr Eheliebster waren begeistert. Ich werde es ganz sicher wiederbacken.

Und eine grosse Plastiktüte mit Trester harrt im Gefrierfach weiterer Recycling-Abenteuer!

Trester - Gerstenmalz vom Bierbrauen


BIERBRAUER-BROT

Sauerteig
10 g/1/2 EL sehr aktives Anstellgut (am Vortag zweimal aufgefrischt)
50 g Weizenmehl Typ 550
50 g Vollkornweizenmehl
100 g Wasser (26-29ºC)

Hauptteig
350 g Weizenmehl Typ 550
150 g Vollkornweizenmehl
35 g gemahlene Weizenkeime
430 g Wasser
210 g Sauerteig (aller)
15 g Salz
250 g Trester (verbrauchtes Malz vom Bierbrauen - es soll nicht getrocknet sein!)

Topping
Getreideflocken, Schrot, Kleie oder Saaten (ich habe Gerstenflocken genommen)

Positiver Schwimmtest - der Sauerteig steigt an die Oberfläche

1. TAG
6:00 - 8:00 Uhr: Sauerteig mixen. Je nach Raumtemperatur und Aktivität, 4 - 8 Stunden oder so lange reifen lassen, bis der Schwimmtest positiv ausfällt (ein Löffel vom Starter soll im Wasser an die Oberfläche steigen).

Mehle und Weizenkeime vermischen
Starter im Wasser auflösen

In einer mittelgrossen Schüssel Mehle und Weizenkeime miteinander vermischen (Schneebesen). In einer grossen Schüssel Sauerteig mit 400 g von der Wassermenge verrühren, bis er sich aufgelöst hat.

Teig mischen - ich nehme den praktischen dänischen Teigrührer

Mehlmischung in die Schüssel mit dem aufgelösten Sauerteig geben und solange mischen (dänischer Teigrührer oder per Hand), bis alles Mehl durchfeuchet ist. Zugedeckt 30 Minuten lang bei warmer Zimmertemperatur ruhen lassen (Autolyse).

 Teig mehrmals falten und kneifen, um das Salz einzuarbeiten

Salz und restliches, lauwarmes Wasser darüber geben. Durch mehrfaches Falten und Kneifen einarbeiten (wie hier beim Einkorn-Haselnuss-Levain beschrieben). Zugedeckt 30 Minuten lang ruhen lassen.

Trester während des 2. Mal Faltens einarbeiten

Nun Trester zum Teig geben. Erneut mit nassen Händen den Teig mehrmals falten und kneifen (wie beim Einkorn-Haselnuss-Levain beschrieben), bis der Trester weitgehend eingearbeitet ist.

Teig auf die Arbeitsfläche geben

Teig weitere 2 1/2 Stunden lang reifen lassen, dabei 5 x in 30-minütigen Abständen strecken und falten. Das Volumen soll sich um 20-30% vergrössern (falls nicht, weitere 30 - 60 Minuten ruhen lassen).

Mit eingefettem Teigschaber oder -abstecher zu einem straffen Rund vorformen

Arbeitsfläche zur Hälfte mit Mehl bestäuben, die andere Hälfte freilassen. Teig auf den bemehlten Bereich legen und leicht mit Mehl bestreuen.  Zu einem straffen Rund vorformen. Dazu mit einem eingefetteten Teigschaber (oder Teigabstecher) kreisförmig schräg unter den Teigrand herumfahren, um dadurch Oberflächenspannung zu erzeugen.

Vorbereiteter Gärkorb (hier mit Körnermischung bestreut)

Oberfläche des Teiglings wieder mit Mehl bestreuen, mit der umgestülpten Schüssel zudecken und  20 - 30 Minuten lang ruhen lassen.

Gärkörbchen grosszügig mit Mehl ausstreuen (eine 50/50-Mischung aus Weizen- und Reismehl verhindert Ankleben besonders gut). Boden dicht mit Getreideflocken (oder anderem Topping) bestreuen (sieht nicht nur attraktiv aus, sondern verhindert ebenfalls das Klebenbleiben).

Erst alle vier Seiten zur Mitte falten

Teigling mit eingefettetem Teigabstecher umdrehen, sodass die bemehlte Seite unten ist. Mit bemehlten Händen erst das untere Ende zu einem Drittel nach oben falten, dann beide Seiten zur Mitte hin falten, sodass ein längliches Oval entsteht.

Nun das obere Ende zur Mitte hinfalten, und zuletzt das untere Ende wieder nach oben und über die Naht falten, sodass ein geschlossenes Päckchen entsteht. Teigpaket so umdrehen, dass es mit der Naht nach unten auf dem unbemehlten Teil der Arbeitsfläche liegt.

Geformter Teigling

Mit bemehlen Händen den Teigball rotieren und gleichzeitig an dich heranziehen, damit er straff wird.

Laib mit der Naht nach oben ins vorbereitete Gärkörbchen legen. Mit Mehl bestäuben, gut abdecken und über Nacht in den Kühlschrank stellen. (Späteres Aufwärmen nicht nötig!)

Teig im Körbchen

2. TAG
Ofen (falls möglich) auf 260ºC vorheizen, dabei grossen gusseisernen Topf (mit Deckel) auf der mittleren Schiene stellen.

Eine Papierschlinge macht den Transport des Brotes in den sehr heissen Topf einfach - und vor allem schmerzlos! Dafür ein grosses Stück Pergament- oder Backpapier auf die Arbeitsfläche legen und Schere, Lamé oder scharfes Messer, sowie Backpinsel bereithalten.

So wird das Brot für den Transport in den Topf vorbereitet (Foto: Eichelbrot)

Brot mit energischem Klaps des Gärkörbchen auf die papierbelegte Arbeitsfläche auskippen. Papier um den Laib herum zurechtschneiden, dabei zwei breite Streifen als Handgriffe stehen lassen (siehe Foto - dadurch kann das überstehendes Papier keine Falten werfen, die sich in den Teig eindrücken).

Überschüssiges Mehl und Flocken vom Papier bürsten (damit du nachher nicht eine Menge verbranntes Mehl im Topf findest). Brot nach Wunsch einschneiden.

Die Papierschlinge macht den Transport in den Topf einfach und schmerzlos

Heissen Topf aus dem Ofen nehmen, Deckel entfernen - ich lege immer einen Ofenhandschuh drauf, damit ich in der Eile nicht vergesse, wie superheiss er ist: schmerzhafte Erfahrung macht klug! Brot mit Papierschlinge in den Topf befördern. Deckel drauf und Topf in den Ofen stellen.

Brot 20 Minuten lang backen, dann Temperatur auf 230ºC reduzieren und 10 Minuten weiterbacken. Deckel entfernen, und weitere 20 - 25 Minuten oder so lange backen, bis das Brot schön braun ist und die Innentemperatur mindestens 93ºC beträgt.

Frischgebackenes Bierbrauer-Brot







Montag, 20. März 2017

SODA BREAD MIT BRAUNER BUTTER & ROSMARIN

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St. Patrick's Day am 17. März wird in den USA gross gefeiert. Politiker aller Schattierungen binden sich grüne Schlipse um, um ihre irisch-patriotische Gesinnung zu demonstrieren.

Restaurants offerieren Corned Beef Dinner, Bäckereien grüngesprenkelte Cupcakes, und Food-Magazine Rezepte für Kohl- und Kartoffelgerichte. Und in den Pubs fliesst das grüngefärbtes Bier in Strömen.
No Irish Need Apply (lyric sheet - female version).jpg
"No Irish Need Apply" Lied von1862

Man ist stolz auf seine irischen Vorfahren. Egal ob Uroma nun wirklich oder nur "gefühlt" aus Dublin kam - die Begeisterung für alles Irische kennt keine Grenzen.

Im 19. Jahrhundert, als besagte Uroma in den USA landete, sah es mit den Gefühlen gegenüber Iren allerdings noch ganz anders aus.

"Help Wanted - No Irish Need Apply" (Aushilfe gesucht - Iren unerwünscht) - solche Schilder zeigen, wie man damals in London und Philadelphia über die Wirtschaftsflüchtlinge dachte.

Die irischen Einwanderer waren ausserdem nicht nur arm - sie waren dazu noch katholisch!

Am liebsten hätte man die andersgläubigen Hungerleider wieder zwangsweise dahin zurückverfrachtet, wo sie hergekommen waren.

(Hm, merkwürdig - warum kommt mir das bloss so bekannt vor?)

Wie auch immer, St. Patrick's Day ist eine gute Gelegenheit, irisch-inspiriert zu backen, z. B. leckere Guinness-Cupcakes mit Bailey's Cream Frosting.

Und meine Kunden bei A&B Naturals bekommen zu diesem Anlass immer ein klassisches Irish Soda-Bread.

Classic Irish Soda Bread

Sodabrote, mit Natron statt mit Hefe getrieben, sind für deutsche Brotbäcker recht gewöhnungsbedürftig. Sie vertragen nur sanfte Behandlung, und dürfen, trotz krümeligem Widerstands, keinesfalls richtig geknetet werden, sonst gehen sie nicht auf.

Während viele Sodabrote oft eher fade sind und den Natrongeschmack nicht verleugnen können (mein klassisches Irish Soda Bread ist eine rühmliche Ausnahme) wollte ich dieses Jahr mal etwas Neues, weniger Traditionelles ausprobieren: Brown Butter Soda Bread.

Frischer Rosmarin gibt diesem Sodabrot ein feinwürziges Aroma

Braune Butter verleiht Gebäck einen feinen, nussigen Geschmack, und dieses unkonventionelle Rezept enthält ausserdem frischen Rosmarin. Die Haferflocken habe ich lieber eingeweicht (sie bleiben sonst trocken) und etwas weisses Mehl durch Vollkornweizen ersetzt.

Mein Testbrot wurde ein voller Erfolg: ein Sodabrot, das uns so gut geschmeckt hat, dass ich, die normalerweise auf langsame Reifung schwört, dieses ungewöhnliche "Brot-auf-die-Schnelle" bestimmt bald wiederbacken werde.

Man kann die braunen Butterteilchen in der Krume erkennen

IRISH SODA BREAD MIT BRAUNER BUTTER & ROSMARIN (adaptiert von "Bon Appétit")
(2 kleine Brote)

Quellstück
55 g kernige Haferflocken
55 g Buttermilch

Hauptteig
57 g Butter
400 g Weizenmehl Typ 550
55 g Vollkornweizenmehl
13 g/1 EL Zucker
2 g/1 EL frischen Rosmarin, gehackt
10 g/2 TL Backpulver
5 g/1 TL Backnatron
6 g/1 TL Salz
1.6 g/3/4 TL schwarzer Pfeffer
381 g Buttermilch (mehr zum Befeuchten der Hände)

Eiweiss, zum Bestreichen
Pfeffer, zum Bestreuen

Haferflocken in Buttermilch mindestens 1 Stunde einweichen (oder über Nacht).

Ofen auf 190ºC vorheizen. Backblech mit Backpapier auslegen.

Butter in einem Topf mit schwerem Boden bräunen 

Butter bei mittlerer Hitze in einem Topf mit schwerem Boden bräunen, ca. 3 Minuten. Beiseite stellen.

Trockene Zutaten gut vermischen

In einer grossen Schüssel Mehle, Zucker, Rosmarin, Backpulver, Backnatron, Salz und Pfeffer mit Schneebesen gut verrühren.

Eingeweichte Haferflocken untermischen

Eingeweichte Haferflocken untermischen, dabei grössere Klumpen mit den Fingern zerkrümeln. Braune Butter darüberträufeln, grössere Klumpen ebenfalls mit den Fingern ins Mehl reiben.

Braune Butter unterrühren

Restliche Buttermilch über die Mehlmischung giessen, und mit dänischem Teigbesen oder einer Gabel rühren, bis fast alles Mehl angefeuchtet ist.

Buttermilch untermischen

Hände mit etwas Buttermilch anfeuchten. Teig in der Schüssel mehrmals sanft hochheben und umdrehen, bis er so einigermassen zusammenhält. (Hände, wenn nötig, nachbefeuchten). Teig wird klebrig und immernoch etwas krümelig sein. NICHT GLATT KNETEN!!!

Teig auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und halbieren. Jede Hälfte mit feuchten Händen zu einem Ball formen (immer nur sanft bearbeiten), aufs vorbereitete Backblech legen und zu einem 15-cm Durchmesser Rund zurechtdrücken.

Zuletzt ein X in den Teigling schneiden

Teiglinge mit Eiweiss bestreichen und mit etwas Pfeffer bestreuen. Ein 1-cm tiefes X in jedes Brot schneiden (Messer anfeuchten).

Brot 25 Minuten lang backen, Blech zwecks gleichmässiger Bräunung umdrehen, und in weiteren 20 - 30 Minuten kräftig goldbraun backen (Innentemperatur mindestens 90ºC).

Frischgebackene Sodabrote

Sodabrote vorm Anschneiden mindestens 30 Minuten lang auf einem Kuchengitter abkühlen lassen.

Sodabrot schmecken natürlich besonders gut mit irischer Butter. Wir essen es auch gern getoastet, und mit jeder Art von Belag.

Zum irischen Sodabrot schmeckt irische Butter

In Plastikfolie gewickelt, hält sich Sodabrot 2 - 3 Tage bei Zimmertemperatur. Es lässt sich auch einfrieren.
 
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Samstag, 11. März 2017

BANOFFEE SCONES - EINFACH UNWIDERSTEHLICH!


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Als ich auf auf ein Rezept mit dem merkwürdigen Namen "Banoffee-Pie" stiess, nahm ich an, es wäre ein traditionelles, schottisches Dessert.

Ich war dann ziemlich verblüfft, als ich bei Wikipedia las, was es mit der Altehrwürdigkeit von "Banoffee" wirklich auf sich hatte. Nix mit alter, schottischer Tradition!

Ian Dowding's Original-Banoffee-Pie
Ian Dowding, vom "The Hungry Monk"- Restaurant in Sussex/England, bastelte 1971 an einem amerikanischen Dessert-Rezept herum, das ihm etwas zu schlicht erschien.

Er kombinierte Bananen mit Toffee (Karamell) und Sahne  - die Geburtsstunde der "Banoffee-Pie"!

Die Pie mit dem, wie Dowding fand, "albernen Namen" wurde ein Riesenerfolg. Sie inspirierte nicht nur zahlreiche Nachahmer - die Wortschöpfung "Banoffee" schaffte es tatsächlich bis in die englische Sprache.

Mittlerweile wird alles als "Banoffee" bezeichnet, das sowohl nach Banane als auch nach Karamell schmeckt (oder auch nur riecht!)

Die brühmte Banoffee-Pie harrt noch des Nachbackens, denn für mein derzeitiges Strohwitwendasein schienen mir Banoffee-Scones von King Arthur Flour etwas weniger bedenklich.

Ich wollte ja schliesslich nicht gezwungen sein, eine ganze Pie allein aufzuessen!

Banoffee-Scones - so lecker wie ihr berühmtes Vorbild

Wie ihr berühmtes Vorbild, wurden die Banoffee-Scones ein Riesenhit - die Geschmackskombination von Banane mit Karamell und Milchschokolade ist einfach unwiderstehlich. Oder, wie die Amerikaner sagen: "To die for" - zum Sterben gut!

Unbedingte Voraussetzung für das Gelingen der Scones ist der Reifegrad der Banane: die Schale muss bereits dunkelbraun bis schwarz aussehen, sonst schmeckt man sie nicht!!!

So dunkel muss die Schale der Banane mindestens aussehen!

Für meine Scones habe ich die Salzmenge deutlich, und den Zucker leicht reduziert. In den USA gibt es Milchschokolade-Toffee-Stückchen als Backzutat fertig zu kaufen (Hershey's Heath Bar Bits). Das ist eine Mischung aus gehackter Milchschokolade und gehackten Karamellen, die man auch leicht selbst zusammenstellen kann.

Mischung aus gehackter Milchschokolade und Toffees

BANOFFEE-SCONES  (adaptiert von King Arthur Flour)
(8 grosse oder 12 kleine Scones)

240 g Weizenmehl
114 g Vollkornweizenmehl
14 g/1 EL Backpulver
2.5 g/1/2 TL Backnatron
1/2 TL Salz
45 g Zucker
113 g eiskalte Butter, in Stücken
60 g Toffees/Karamellbonbons*, grob gehackt
68 g Milchschokolade*, grob gehackt
1 mittelgrosse überreife Banane (siehe Foto oben)
2 TL Vanilleextrakt (oder 1 P. Vanillezucker)
113 g/1/2 Cup Buttermilch oder Milch (bei Bedarf 1-2 EL mehr)

(*oder Hershey's Heath Bar Bits oder gehackte Heath Bar Schoko-Riegel - falls bei euch erhältlich)

Die Butter soll unregelmässig grosse Klumpen bilden

Mehle, Backpulver, Backnatron, Zucker (und, falls benutzt, Vanillezucker) und Salz im Blitzhacker kurz vermischen. Eiskalte Butter dazugeben und pulsieren, bis unregelmässig grosse Klumpen entstehen.

Karamell-Schokostückchen kurz untermischen. Mischung in eine mittelgrosse Schüssel umfüllen.

Feuchte Zutaten: Bananenmus, Buttermilch und Vanilleextrakt

In einer kleinen Schüssel Banane mit einer Gabel zerdrücken. Vanilleextrakt (falls benutzt) und 113 g Buttermilch (oder Milch) unterrühren. 

Feuchte Zutaten sanft unter die Mehlmischung rühren

Feuche Zutaten zur Mehlmischung geben, und mit Plastikspatel oder Holzlöffel vorsichtig unterrühren, bis sich die Zutaten halbwegs zusammenkommen, es macht nichts, wenn noch etwas Mehl in der Schüssel ist.

Die Hände mit etwas Buttermilch anfeuchten und den Teig in der Schüssel durch mehrmaliges Hochnehmen und Umdrehen sehr sanft kneten (evtl. Hände nochmal mit Buttermilch befeuchten).

Je weniger der Teig bearbeitet und je weniger extra Flüssigkeit dazugeben wird, desto besser - dann sind die Scones schön mürbe und werden nicht zäh!!!

So soll der Teig am Ende aussehen, er hält gerade eben zusammen

Teig in zwei gleiche Portionen teilen. Eine Hälfte auf eine leicht bemehlte Arbeitsfläche (oder Silikonmatte) geben und ein Stück Plastikfolie darüberlegen (verhindert Ankleben).

Teigplatte - man sieht noch die Butterstückchen

Teighälfte mit Hilfe der Folie sanft zu einer runden Platte (15-18 cm Durchmesser) drücken. Leicht mit einer Kuchenrolle darübergehen, um eine gleichmässige Dicke zu erzielen.

 Teigplatte in 6-8 Teile schneiden

Teigplatte in 6-8 Stücke schneiden. Teiglinge auf ein mit Backpapier (oder Silpat) belegtes Backblech legen (2 cm Abstand). Mit der zweiten Teighälfte genauso verfahren.

Scones für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen. (Ungebackene Scones können auch gut eingefroren und später gebacken werden).

Grössere und kleinere Scones auf dem Blech
Backofen auf 220°C vorheizen.

Scones auf der mittleren Schiene in 14-16 Minuten goldbraun backen (besser etwas zu kurz als zu lange, sie sollen nicht zu hart werden!)

Frischgebackene Banoffee-Scones

Nach dem Backen Scones erst 10 Minuten auf dem Blech kühlen lassen, dann zum weiteren Abkühlen auf ein Kuchengitter setzen.

AUFBEWAHRUNG
Obwohl sie am besten frisch gebacken schmecken, halten sich die Scones (in Folie eingewickelt) 1-2 Tage bei Zimmertemperatur. Ich esse sie am liebsten leicht angewärmt.

Sie lassen sich auch gut einfrieren - roh oder gebacken. Nebeneinander auf ein Schneidebrett oder Blech legen, ein paar Stunden ins Tiefkühlfach stellen, dann die gefrorenen Scones in einen Gefrierbeutel umfüllen. (Rohe Scones wie oben beschrieben backen - es wird etwas länger dauern. Gebackene Scones bei 190ºC ein paar Minuten aufbacken, bis sie warm sind).

Banoffee Scones - meine neuen Lieblings-Scones


Dienstag, 24. Januar 2017

SCHOKOLADEN-ESPRESSO-GUGELHUPF - MIT SAUERTEIG!


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Der letzte Bread Baking Day steht vor der Tür - wie schade!

Aber die unermüdliche Zorra hat sich dafür etwas Besonderes einfallen lassen - einen Hefe-Gugelhupf.

Mit Hefe-Gugelhupf verbinde ich einen Kuchen mit Rosinen. Aber ich bin kein grosser Rosinenfan (ausser in Richards fabelhaftem Afghan Rice), und helle Kuchen sind mir oft zu langweilig. Ich erinnerte mich aber an ein hochgelobtes Schokoladenkuchen-Rezept von King Arthur Flour, 

Das Besondere daran - der Kuchen wird mit Sauerteig gebacken! Wilde Hefen sind schliesslich auch Hefen, und ich dachte mir, dass man den Blechkuchen vom Originalrezept sicher auch in einen Gugelhupf verwandeln könnte.

Unsere gesammelten Kinder haben uns leider noch keine Enkelkindern geliefert (undankbare Brut!), daher backe ich Kuchen oft im Kleinformat (wie Böhmische Nusstorte, Humminbird Cake, Rhabarber-Eierschecke)

Ich habe daher erstmal die Rezeptmengen für eine 18-cm Minikuchenform umgerechnet  - der Dreisatz ist so ungefähr das Einzige, was ich von höherer Mathematik behalten habe.

Im Originalrezept wird ein bereits aufgefrischter Starter mit Milch und Mehl vermischt, und dann bei Zimmertemperatur nur 2 - 3 Stunden stehengelassen. Ich wollte aber meinem Sauerteig lieber mehr Zeit lassen und habe ihn, mit reifem Anstellgut, bereits am Vorabend angesetzt.

Für den Teig solltet ihr lieber Naturkakao verwenden, holländischer Kakao ist etwas zu milde. Mit Kakao-Nibs und Kahlua wurde mein Kuchen noch schokoladiger und kaffee-iger. Den Zucker habe ich, wie immer, ein bisschen reduziert.

Was soll ich sagen - der Schokoladen-Sauerteig-Gugelhupf war ein Traum! Und garantiert der saftigste Schokokuchen, den ich je gegessen habe.

Saftig und lecker - ein Traum für Schokoladen- und Kaffeefans


SCHOKOLADEN-ESPRESSO-GUGELHUPF MIT SAUERTEIG  (adaptiert von King Arthur Flour)

(18-cm Form)                               ( Mengenangaben für einen grossen Kuchen findet ihr hier)                                                 

Starter
90 g Anstellgut (TA 200) (aus dem Kühlschrank - ich habe meinen Kefirstarter genommen)
85 g lauwarme Milch 
90 g Weizenmehl Typ 550

Kuchenteig
265 g Starter (aller)
80 g Zucker
74 g Pflanzenöl
3/4 TL Vanilleextrakt
1/4 TL Salz
2.8 g Backnatron
24 g Back-Kakao (naturbelassen - nicht holländischer Kakao)
1/2 TL Instant-Espressopulver
40 g Ei
10 g/1 EL Kakao-Nibs

Espresso-Guss
125 g Puderzucker
32 g Butter
21 g Joghurt
1 1/4 TL Instant-Espressopulver
3 g heisses Wasser
1/2 TL Kahlua (oder anderer Kaffeelikör)

*) Mengenangaben für einen grossen Kuchen findet ihr hier)


VORABEND:
In einer mittelgrossen Schüssel Anstellgut mit Milch und Mehl verrühren. Zugedeckt 8 - 12 Stunden (über Nacht) bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Aufgefrischter Sauerteig

BACKTAG
Ofen auf 175°C vorheizen. Kleine Napfkuchenform (18-cm-ø) einfetten.

Schokoladenmischung

Mit Schneebesen oder Handrührgerät Zucker, Öl, Vanille, Salz, Backnatron, Kakao und Instant-Espresso mit in einer Schüssel miteinander verrühren (die Mischung wird körnig aussehen). Ei dazugeben und gut vermischen.


Zum Schluss Kakao-Nibs unterheben


Schokoladenmischung in die Schüssel mit Sauerteig geben und vorsichtig mischen, bis die Masse glatt ist (ich benutze meinen dänischen Teigbesen). Kakao-Nibs unterheben.

Teig in die vorbereitete Kuchenform füllen.





Kuchen 35 to 45 Minuten lang backen, bis er bei sanftem Druck in der Mitte elastisch nachgibt und eine eingestochene Nadel beinahe sauber bleibt. (Nicht zu lange backen - er soll saftig bleiben!)


Sieht doch gut schon aus!

Kuchen 10 Minuten in der Form abkühlen lassen, dann auf ein mit Pergamentpapier belegtes Kuchengitter stürzen.

Kuchen auf ein mit Pergamentpapier belegtes Kuchengitter stürzen


Für den Guss Puderzucker in eine Schüssel sieben. In einer Tasse Instant-Espressopulver in heissen Wasser auflösen.

In kleinem Topf Schüssel Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Joghurt unterrühren. Espresso  dazugeben und die Mischung gerade eben aufkochen lassen (ihr könnt das alles auch in der Mikrowelle machen).

Espresso-Guss


Sofort die heisse Flüssigkeit in die Schüssel mit dem Puderzucker giessen. Rühren, bis die Mischung glatt ist.

Den warmen Guss zügig über den Kuchen giessen (entweder mit attraktivem Tropfmuster wie ich, oder über die gesamte Oberfläche verteilen).

Das Espresso-Icing ist eine Wonne für Kaffeeliebhaber wie mich!


 Bei Zimmertemperatur hält sich der Kuchen zugedeckt mehrere Tage lang frisch.

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